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Infobereich Patient - Fragen|Antworten

Angst vor neuen Zähnen?

Wenn Sie noch genügend eigene Zähne im Kiefer haben, kann man die vorhandenen Lücken mit Kronen und Brücken festsitzend schließen. Diese neuen Zähne werden sofort als die Eigenen akzeptiert. Sind nur noch wenige eigene Zähne im Kiefer vorhanden, könnte der entstehende Kaudruck diese Zähne überbelasten,und sie würden locker. In diesem Fall ist sollte eine herausnehmbare Lösung geschaffen werden. Eine Möglichkeit, auch bei wenigen eigenen Zähnen festsitzende Zähne zu bekommen, ist das Einpflanzen künstlicher Wurzeln,Implantate genannt. Diese Implantate, die mit körperverträglichen Materialien beschichtet sind, verwachsen fest im Kieferknochen und können ähnlich einer natürlichen Zahnwurzel mit Kronen oder Brücken festsitzend belastet werden.

Kaugummi ist besser als sein Ruf!

Kaugummi leistet einen positiven Beitrag für die Gesundheit. Es reinigt die Zähne, erfrischt den Atem, hilft gegen Rauchen und bei Reiseübelkeit. Außerdem sind Kaugummis gut gegen Übergewicht, Stress, Entzündungen der Ohren, machen schlau und halten wach. Wissenschaftler der Universität Erlangen haben festgestellt, dass bei einem mittelschweren Lernstoff Kaugummmi-Kauer mindestens 30 Prozent mehr behalten als nicht kauende Schüler. Kaugummi kauen fördert die Hirndurchblutung. Aber auch beim Abnehmen kann die zähe Kaumasse helfen: Wer den ganzen Tag Kaugummi kaut, verbrennt im Jahr fünf Kilogramm Körperfett, haben amerikanische Wissenschaftler festgestellt. Gerade in Stress-Situationen verspannen sich häufig Kiefer-, Gesichts- und Nackenmuskulatur. Kopfschmerzen sind oft die Folge. Kaugummi kann hier die Lösung sein, weil fortlaufendes Kauen die Muskulatur locker hält.

Was versteht man unter "Paradontose" (Paradontitis)?

Erwachsene verlieren inzwischen mehr Zähne auf Grund von Zahnbettentzündungen (Parodontitis) als durch Karies. Wie bei der Zahnfäule, sind auch für die Parodontitis Bakterien verantwortlich. Sie können jedoch erst dann ihr zerstörerisches Werk verrichten, wenn weitere Faktoren hinzukommen, die das Gleichgewicht im Mund stören.

Die Parodontitis, die im Volksmund fälschlicherweise als Parodontose bezeichnet wird, ist die wohl häufigste Infektionskrankheit der Welt. Während man die Ursache für den Rückgang des Zahnfleisches und das Lockerwerden der Zähne früher in altersbedingtem Verschleiß gesehen hat, weiß man heute, dass ein Entzündungsprozess dafür verantwortlich ist. Einige der zahllosen Mikroorganismen, die im Feuchtbiotop unserer Mundhöhle leben, sondern Stoffwechselprodukte ab, die das Bindegewebe des Zahnfleisches zerstören. Als Abwehrreaktion entsteht eine Entzündung. Die Bakterien auf der Zahnoberfläche siedeln immer weiter in Richtung Knochen. Sie dringen nun in das umliegende Gewebe ein und zerstören dort die Kollagenfasern, mit denen der Zahn am Knochen befestigt ist. Die Zähne beginnen, sich zu lockern. Das Zahnfleisch (Gingiva) geht zurück und die Zahnhülse werden scheinbar länger. Wird eine Parodontitis nicht behandelt, fallen die Zähne schließlich aus. Folgende Symptome zeigen eine beginnende Parodontitis an:

  • Zahnfleischbluten, intensiv dunkelrot gefärbtes Zahnfleisch
  • Zahnfleischschwellungen
  • übermäßiger Zahnbelag
  • fauliger Mundgeruch
  • Rückgang des Zahnfleisches

Was sind "Implantate" - wann werden sie benötigt?

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die in den Kiefer "eingepflanzt"; werden. Die Behandlungsmethode hat sich bei Patienten bewährt, deren Restgebiss ansonsten nur noch eine Versorgung mit herausnehmbarem Zahnersatz zulässt. Auch wenn nur ein Zahn fehlt, erweist sich eine Implantation als sehr nützlich, da benachbarte Zähne nicht als Stützpfeiler für eine Brücke beschliffen werden müssen. Die heute überwiegend verwendeten Implantate bestehen aus dem Metall Titan. Titan hat sich als besonders stabil und verträglich (biokompatibel) erwiesen und geht mit dem Knochen eine harmonische Verbindung ein. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass auch nach 10 Jahren und mehr Implantate immer noch funktionsfähig sind. Eine allgemeine Aussage ist jedoch nicht möglich, da die Haltbarkeit der Implantate von vielen Faktoren abhängt. Die gut geplante und durchgeführte Operation und natürlich eine sehr sorgfältige Mundhygiene fördern den Langzeiterfolg.

Meine Zahnfarbe ist zu dunkel - was kann dagegen getan werden?

Vielleicht ist auch Ihnen schon einmal der Gedanke gekommen, dass Ihre Zähne zu dunkel seien und nicht dem Idealbild der Werbung entsprechen, das man für die Norm hält. Zähne sind aber ein "Naturprodukt" und unterscheiden sich daher von Mensch zu Mensch in Farbe, Form und ihrer Stellung zueinander und im Kiefer. Zahnfarbe und -form entsprechen dem eigenen Typ und Lebensalter. Dennoch kommt häufig der Wunsch auf, seine Zähne aufhellen zu lassen. Bei einer Aufhellung sollten Lebensalter und Typ durchaus berücksichtigt werden, um zu vermeiden, dass die "Hollywood"-Zähne unnatürlich und künstlich wirken. Die Aufhellung wird beim Zahnarzt in mehreren Schritten vollzogen, um die Zähne dem Typ des Patienten anzupassen. Nach dieser Maßnahme kann der Austausch vorhandener Kunststofffüllungen erforderlich werden, um sie farblich auf die eventuell helleren Zähne abzustimmen.

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